|
Im Ehinger Liebherr-Werk sind die Auftragsbücher gut gefüllt. Doch nicht überall sieht es so gut aus. Foto: Martin Tröster | |
|
|
|
| Julia Bammes Reporterin Lokalredaktion |
|
|
|
|
|
|
|
|
|
| Liebe Leserin und lieber Leser, |
|
Tarifpolitik, neue Geschäftsmodelle und Personalien: In Wirtschaft und Industrie in der Region Ulm ist einiges in Bewegung. Fünf Prozent mehr fordert die IG Metall für rund 900.000 Beschäftigte in Baden-Württemberg, während der Arbeitgeberverband Südwestmetall auf Kostenreduktionen pocht. Die Stimmung in der Region ist entsprechend angespannt. Beispiele wie Bareiss in Oberdischingen verdeutlichen die aktuelle Situation: Sowohl Personal- als auch Innovationskosten sind hoch, die Konkurrenz aus China drängt mit günstigeren Produkten auf den Markt. Gleichzeitig variieren die Aussichten stark – von Auftragsfülle bei Liebherr in Ehingen bis zu Problemen bei Zulieferern.
|
|
Rommel Formenbau aus Ehingen ist insolvent – nun übernimmt Haas Metallguss aus Mühlhausen im Täle im Kreis Göppingen. Rommel sei ein derart wichtiger Lieferant von Formen für seine und andere Firmen, dass ein Verlust kaum zu ersetzen gewesen wäre, berichtet Geschäftsführer Jürgen Haas. Die Dringlichkeit sei auch deshalb so groß, weil sich die ganze Branche des Werkzeug- und Formbaus im freien Fall befinde. Die Entwicklung werde getrieben durch eine massiv günstigere Konkurrenz aus China und staatliche Subventionen, die europäische Märkte unter Druck setzen.
|
|
Die E-Mobilität ist in der Region angekommen. Laut Kraftfahrtbundesamt waren im August 2026 nur noch 16,7 Prozent der Neuwagen Benziner. Elektrofahrzeuge und Hybride dominieren – in der Region Ulm/Alb-Donau bestätigen Händler eine steigende Nachfrage. Diese werde zum einen von hohen Kraftstoffpreisen befeuert, als weitere Motivation wird oft die einkommensabhängige Förderung genannt. Ein weiteres Argument für den Kauf eines E-Autos: Die Ladeinfrastruktur habe sich stark verbessert.
|
| Schwedischer König zu Gast in Einsingen |
|
Was einst belächelt wurde, ist heute ein Erfolgsmodell: Seit 2006 hat die Stüwer GmbH mit Sitz in Heroldstatt mehr als 8000 Regiomaten für regionale Erzeugnisse aufgestellt – vom Eier- und Kartoffelverkauf bis zu Grillgut, Wein und Backwaren. Firmengründer Stefan Stüwer setzt auf Netzwerke. Zunächst konnte er Landwirte gewinnen, später kamen Metzger und dann auch Bäcker hinzu. Die Corona-Pandemie beschleunigte den Automaten-Trend.
|
|
Das Liebherr-Werk in Ehingen übernimmt im Gesamtkonzern eine wichtige Rolle. Das unterstreicht nun auch eine bedeutsame Wahl: Rolf Ebe vom Werk in Ehingen ist erneut zum Vorsitzenden des Liebherr-Konzernbetriebsrats gewählt worden. Dieser vertritt Beschäftigte aus 20 deutschen Gesellschaften mit rund 25.000 Mitarbeitenden. Zum Stellvertreter Ebes wurde Jürgen Obersteg vom Liebherr-Hydraulikbaggerwerk in Kirchdorf gewählt.
|
|
Einen besonderen Gast hatte jüngst Zwick Roell in Ulm-Einsingen: Der schwedische König Carl XVI. Gustaf machte dort im Rahmen der „Royal Technology Mission“ Station. Aufsichtsratschef Jan Stefan Roell spricht von einer besonderen Atmosphäre während des Besuchs, von dem man sich bei Zwick Roell auch erhofft, dass dieser dem Geschäft in Schweden guttut. König Carl XVI. Gustaf und die weiteren Mitglieder der Delegation durften als Erinnerung übrigens ein besonderes Souvenir mitnehmen: einen Teil eines Ziegelsteins aus dem einstigen Geburtshaus Albert Einsteins. Der Stein wurde dafür in kleine Stücke gesägt, jedes wurde mit einem Zertifikat versehen.
|
|
Eine gute Lektüre wünscht Ihnen
|
Tarifrunde der Metaller |
|
| | |
|
Insolvenz in Ehingen |
|
| | |
|
Boom der E-Mobilität |
|
| | |
|
20 Jahre Regiomat |
|
| | |
|
Konzernbetriebsrat bei Liebherr |
|
| | |
|
Carl XVI. Gustaf bei Zwick Roell |
|
| | |
|
|
|
Alle Nachrichten jetzt auch in der SWP App:
|
|
|
| |
|